Was ist eine Kinder-Schaumstoffmatratze?
Worauf müssen Sie beim Kauf achten?
Fast jeder fünfte Deutsche fällt mittlerweile eine Entscheidung für eine Kaltschaum- bzw. Schaumstoffmatratze. Das ist ein eindeutiger Beweis, dass Kaltschaum (Schaumstoff) als Matratzenmaterial sich mehr und mehr durchsetzt.
Das liegt hauptsächlich daran, dass sich in Schaumstoffmatratzen nicht so viele Hausstaubmilben ansiedeln wie in anderen Materialien. Außerdem ist gerade bei Schaumstoffmatratzen das Preis-Leistungsverhältnis sehr gut.
Zu Beginn waren Schaumstoffmatratzen sehr warme Matratzen, doch daran hat die Forschung mittlerweile gearbeitet. Durch bestimmte Liegezonen und Luftkammersysteme ist heute auch das Material Schaumstoff sehr luftdurchlässig und man liegt angenehm temperiert und bequem.
Für größere Kinder sind Schaumstoffmatratzen (allerdings unserer Meinung nach nur die ökologischen uns schadstoffgeprüften Kaltschaummatratzen - siehe unten) relativ gut geeignet.
Sie können sich dem Körper sehr gut anpassen und man sinkt nicht zu tief ein. Man liegt also stabil und trotzdem bequem, da Schaumstoff sehr elastisch ist. So braucht man keinen stabilen Lattenrost wie bei Federkernmatratzen, sondern kann sich auch für einen biegsamen Rost entscheiden.
Die Feuchtigkeitsaufnahme von Schaumstoffmatratzen ist ganz gut, man sollte jedoch darauf achten, dass die Kinder-Schaumstoffmatratze kleine Hohlräume hat, damit die Feuchtigkeit besser abtransportiert werden kann.
Allerdings sind Schaummatratzen für jüngere Kinder und Babys zu weich. Und noch ein Vorteil bieten Latex- und Kokosmatratzen:
Sie lassen die Feuchtigkeit schneller verdunsten als Kaltschaumatratzen / Schaumstoffmatratzen und da Kleinkinder und Babys häufiger schwitzen und anfangs auch häufiger ins Bett pinkeln sind diese Matratzen, am besten mit waschbarem Bezug, von Vorteil.
Zwar siedeln sich Milben sehr ungern im Schaum an, einen Milbenüberzug kann man also getrost weglassen. Dafür sollte jedoch auf einen feuerfesten Bezug geachtet werden, da das Material leicht entflammbar ist.
Bitte achten Sie bei Schaumstoffmatratzen
auf bedenkliche Schadstoffe.
Tests (zum Beispiel von ÖKOTest) haben ergeben, dass bei einige Schaumstoffmatratzen im Gegensatz zu reinen Latexmatratzen teilweise Stoffe die das Imunsystem und Nervensystem von Menschen schädigen können, enthalten.
Aber keine Angst es gibt auch gute Schaumstoffmatratzen ohne Schadstoffe bzw. die Hersteller haben auf dieses Test reagiert und zum Beispiel auf optische Aufheller verzichtet (siehe weiter unten).Auch hier möchten wir keine keine Empfehlung für genau die beste Kidnermatratze geben. Durch unsere strengen Auswahlkriterien finden Sie nur "sinnvolle und geeignete" Kindermatratzen bei uns. (Unsere Kollektion der Schaummatratzen für Kinder wird gerade umgestellt - deswegen haben wir uns entschlossen, Ihnen Informationen zu diesen Kindermatratzen erst nach unserem Kollektionswechsel zur Verfügung zu stellen - dafür sind dann alle Schaumstoffmatratzen geprüft und kontrolliert! Wir bitten um Ihr Verständnis.
Eine Information bzgl. Kindermatratzen-Test von Ökotest:
Laut Test von Ökotest aus dem Kinderjahrbuch 2006 wurde folgendes bei einem Kindermatratzen-Test festgestellt:
Quelle: Ökotest Jahrbuch 2006 Kleinkinder:
"In einer Schaumstoffmatratze fand das Labor erhöhte Werte Dibutylzinn (DBT). Sie werden zum Beispiel bei der Herstellung von Polyurethanschaum eingesetzt. Bereits sehr kleine Mengen genügen, um das Immun- und Hormonsystem von Tieren und vermutlich auch das des Menschen zu beeinträchtigen.
Erhöhte Werte phosphororganischer Verbindungen analysierte das Labor in zwei Schaumstoff-Produkten. Sie werden meist als Flammschutzmittel eingesetzt, in der Regel von der Haut aufgenommen, wirken aber häufig nervengiftig und sind zum Teil möglicherweise krebserregend.
Antimon ist ein Problem in vielen Matratzenbezügen. Das giftige Metall wird als Katalysator bei der Herstellung von Polyesterfasern eingesetzt und kann Haut und Schleimhäute reizen. Unser Labor fand in sechs Fällen erhöhte Werte.
So reagierten die Hersteller: Die meisten Anbieter reagierten auf die optischen Aufheller, die unser Labor in vielen Bezügen fand. Darunter auch in der Ikea-Matratze, obwohl die Schweden uns schon vor einiger Zeit mitgeteilt hatten, dass man in Zukunft keine optischen Aufheller mehr in Bettwaren verwenden wolle. Auf unsere Nachfrage erklärte der Hersteller nun, bei der untersuchten Matratze sei ein Bezug verwendet worden, der noch vor dem Beschluss produziert wurde. Die Umstellung auf Stoffe ohne optische Aufheller laufe zur Zeit.
Die Firma Matratzen Concord, deren Produkt Vitalis Junior Kaltschaum ein "ungenügend" bekam, ließ uns wissen: Man habe sich entschlossen, in Zukunft den strengen Richtlinien von ÖKO-TEST zu folgen. Es werde schrittweise an einer Sortimentserweiterung gearbeitet, die unseren Maßstäben gerecht werde."
Ein zusätzlicher Tipp:
Matratze erst auslüften lassen - aber nicht im Kinderzimmer.
Bei manchen Matratzenherstellern (Beispiel Easy Baby oder Paidi-Matartzen) wurden bei Test der ungeöffneten Verpackung Schadstoffe entdeckt, die sich aber spätestens nach 24 Stunden, nach dem "Auslüften" komplett verflüchtigten und keine Bedrohung darstellen.












